Behringer X32 – Einstellungen für Sennheiser EW 500 mit 965-Kapsel
Gain / Preamp
Der EW 500-Empfänger gibt ein Line-Pegel-Signal aus (kein Mikrofonsignal):
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Gain am X32 | ca. +10 bis +20 dB (deutlich weniger als bei einem Mikrofon) |
| AF-Ausgangspegel am Empfänger | Empfehlung: 0 dBu (im Menü des EW 500 einstellbar) |
| Ziel auf dem Kanal-Meter | Normal: -18 bis -12 dBFS, Peaks max. -6 dBFS |
Wichtig: Keinen 48V Phantom Power aktivieren – der Empfänger braucht das nicht und könnte beschädigt werden.
EQ – Startpunkt für die 965-Kapsel
Die 965 ist eine Kondensatorkapsel (Superniere) mit sehr detailliertem, brillantem Klang und ausgedehntem Hochtonbereich. Im Live-Betrieb gilt: eher kürzen als anheben.
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 80–100 Hz | High-Pass | Ein | Rumpeln, Trittschall eliminieren |
| Low-Mid | 200–350 Hz | Bell, Q ~1.5 | -2 bis -4 dB | Muffigkeit / Schachtel-Sound reduzieren |
| Mid | 2–3 kHz | Bell, Q ~1.0 | -1 bis -3 dB | Nasalität / Härte mindern |
| Presence | 4–6 kHz | Bell, Q ~1.0 | ±0 bis +2 dB | Verständlichkeit – vorsichtig, 965 hat dort schon viel |
| Air | 10–12 kHz | High-Shelf | -2 bis +2 dB | Brillanz steuern – bei Bedarf kürzen |
Praxistipps
- Gate: Threshold ca. -40 bis -35 dBFS – die 965 ist sehr empfindlich, ein Gate hilft gegen Nebengeräusche.
- Kompressor: Ratio 2:1 bis 3:1, weicher Attack (30–50 ms), schnelles Release – der Klang bleibt dynamisch.
- Feedback-Gefahr: Die 965 hat wegen des erweiterten Hochtons erhöhte Feedback-Neigung. EQ-Cuts bei 2–4 kHz helfen.
- Gain-Struktur prüfen: AF-Level am Empfänger so einstellen, dass am X32 minimaler Gain für ausreichend Pegel nötig ist – verbessert das Rauschen.
Behringer X32 – Einstellungen für Shure Beta 58
Gain / Preamp
Das Beta 58 ist ein dynamisches Mikrofon (Superniere) und gibt ein Mikrofon-Pegelsignal aus – der X32-Preamp muss entsprechend mehr Verstärkung leisten:
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Gain am X32 | ca. +45 bis +55 dB (je nach Lautstärke des Sängers) |
| Phantom Power (48V) | Aus – dynamische Mikrofone benötigen keine Phantomspeisung |
| Ziel auf dem Kanal-Meter | Normal: -18 bis -12 dBFS, Peaks max. -6 dBFS |
Hinweis: Das Beta 58 hat einen relativ hohen Ausgangspegel für ein dynamisches Mikrofon – bei sehr lauten Sängern ggf. Gain etwas reduzieren.
EQ – Startpunkt für das Beta 58
Das Beta 58 hat einen ausgeprägten Presence-Peak um 5–10 kHz und einen starken Nahbesprechungseffekt (Bass-Boost bei naher Besprechung). Im Live-Betrieb gilt: Bassbereich kontrollieren, Mitten formen.
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 100–120 Hz | High-Pass | Ein | Nahbesprechungseffekt und Trittschall reduzieren |
| Low | 150–250 Hz | Bell, Q ~1.5 | -3 bis -6 dB | Wärme/Dumpfheit durch Nahbesprechung kontrollieren |
| Low-Mid | 300–500 Hz | Bell, Q ~1.0 | -2 bis -4 dB | Schachtel-Sound / Muffigkeit reduzieren |
| Mid | 1–2 kHz | Bell, Q ~1.0 | ±0 bis +2 dB | Durchsetzungsvermögen und Verständlichkeit |
| Presence | 5–8 kHz | Bell, Q ~1.5 | -2 bis +2 dB | Eingebauter Peak je nach Stimme formen |
| High | 10–12 kHz | High-Shelf | -2 bis -4 dB | Zischlaute und Härte zähmen |
Praxistipps
- Nahbesprechungseffekt: Sänger, die nah ans Mikrofon gehen, erzeugen starken Bassanstieg – HPF und Low-Cut sind deshalb besonders wichtig.
- Gate: Threshold ca. -50 bis -45 dBFS – das Beta 58 unterdrückt Nebengeräusche durch seine Supernieren-Charakteristik bereits gut.
- Kompressor: Ratio 3:1 bis 4:1, Attack 20–40 ms, Release mittel – das Beta 58 kann dynamisch sehr laut werden.
- Feedback-Resistenz: Das Beta 58 ist für seinen guten Feedbackwiderstand bekannt – trotzdem bei 5–8 kHz aufpassen, dort liegt der Presence-Peak.
- Vergleich zur 965-Kapsel: Das Beta 58 klingt wärmer und robuster, die 965 detaillierter und luftiger – der EQ muss entsprechend anders geformt werden.
Behringer X32 – Einstellungen für Shure SM 58
Gain / Preamp
Das SM 58 ist ein dynamisches Mikrofon (Niere) mit vergleichsweise niedrigem Ausgangspegel – der X32-Preamp benötigt entsprechend viel Verstärkung:
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Gain am X32 | ca. +50 bis +60 dB (mehr als beim Beta 58, da geringere Empfindlichkeit) |
| Phantom Power (48V) | Aus – dynamische Mikrofone benötigen keine Phantomspeisung |
| Ziel auf dem Kanal-Meter | Normal: -18 bis -12 dBFS, Peaks max. -6 dBFS |
Hinweis: Das SM 58 hat einen der niedrigsten Ausgangspegel unter den gängigen Gesangsmikrofonen – hoher Gain ist normal und kein Zeichen eines Fehlers.
EQ – Startpunkt für das SM 58
Das SM 58 hat einen leichten Presence-Peak um 5–10 kHz, einen ausgeprägten Nahbesprechungseffekt und einen insgesamt warmen, etwas dumpfen Grundklang. Im Live-Betrieb gilt: Mitten anheben, Bassbereich kontrollieren.
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 100–120 Hz | High-Pass | Ein | Nahbesprechungseffekt und Trittschall reduzieren |
| Low | 150–300 Hz | Bell, Q ~1.5 | -3 bis -6 dB | Bassaufbau durch Nahbesprechung kontrollieren |
| Low-Mid | 300–500 Hz | Bell, Q ~1.0 | -2 bis -4 dB | Dumpfheit / Schachtel-Sound reduzieren |
| Mid | 1,5–3 kHz | Bell, Q ~1.0 | +2 bis +4 dB | Verständlichkeit und Durchsetzungsvermögen erhöhen |
| Presence | 5–8 kHz | Bell, Q ~1.5 | +1 bis +3 dB | Klarheit und Brillanz hervorheben |
| High | 10–12 kHz | High-Shelf | -2 bis -3 dB | Rauschen und Zischlaute reduzieren |
Praxistipps
- Nahbesprechungseffekt: Sänger, die nah ans Mikrofon gehen, erzeugen starken Bassanstieg – HPF und Low-Cut sind deshalb besonders wichtig.
- Gate: Threshold ca. -50 bis -45 dBFS – das SM 58 hat eine Nieren-Charakteristik, die etwas mehr Umgebungsgeräusche aufnimmt als eine Superniere.
- Kompressor: Ratio 3:1 bis 4:1, Attack 20–40 ms, Release mittel – hilft, den Pegel bei unterschiedlichen Abständen zum Mikrofon zu stabilisieren.
- Feedback-Resistenz: Das SM 58 ist robust und feedbackresistent, aber weniger als das Beta 58 – bei hohem Gain auf Rückkopplungen im Mittenbereich achten.
- Vergleich zum Beta 58: Das SM 58 klingt wärmer und weicher, das Beta 58 direkter und präsenter – das SM 58 braucht daher mehr Mittenanhebung im EQ.
Summenequalizer – Behringer X32 für Band mit Gitarren, Keyboard und Gesang
Besonderheiten dieser Besetzung
Diese Kombination stellt besondere Anforderungen an den Summenequalizer, da mehrere frequenzreiche Quellen gleichzeitig aktiv sind:
- Yamaha Genos / SX920 mit MIDI-Files: vollständige Arrangements mit Bass, Schlagzeug, Streicher, Bläser, Pads – sehr breitbandiges, pegelstarkes Signal
- 2 Gitarren: belegen den Bereich von ca. 80 Hz bis 5 kHz – können Mitten schnell überfüllen
- 3 Gesangsmikrofone: müssen trotz voller Begleitung klar und verständlich durchkommen
- Größtes Risiko: Matsch und Überfüllung im Bassbereich (MIDI-Bass + Gitarren-Grundton + B2) sowie Unverständlichkeit der Stimmen
Summenequalizer – Startpunkt
Der Schwerpunkt liegt auf Entschlacken im Bass und Low-Mid sowie Freiraum für die Stimmen. Das B2 liefert ausreichend Tiefton – Zurückhaltung ist wichtiger als Anheben:
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 45–50 Hz | High-Pass | Ein | Infraschall aus MIDI-Arrangements und Gitarren abschneiden |
| Bass | 80–120 Hz | Bell, Q ~1.0 | -2 bis -4 dB | MIDI-Bass und B2 ergeben zusammen viel Tiefton – kontrollieren |
| Low-Mid | 200–400 Hz | Bell, Q ~1.5 | -3 bis -5 dB | Kritischer Bereich: Gitarren + Keyboard + MIDI-Drums erzeugen hier Matsch |
| Mid | 800 Hz – 1,2 kHz | Bell, Q ~1.0 | ±0 bis -2 dB | Bei Bedarf Näseligkeit aus dem Keyboard-Sound reduzieren |
| Upper-Mid | 2–3 kHz | Bell, Q ~1.0 | +1 bis +2 dB | Sprachverständlichkeit der Gesangsstimmen fördern |
| Presence | 4–6 kHz | Bell, Q ~1.5 | ±0 bis +2 dB | Gesang und Gitarren gegen die dichte Begleitung durchsetzen |
| High | 8–10 kHz | High-Shelf | -2 bis -3 dB | Hochton des L1 und Streicher/Bläser aus MIDI-Files zähmen |
Kippschalter B2 für diese Besetzung
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Kleiner bis mittlerer Raum, MIDI-Files mit vollem Arrangement | – (minus) – MIDI-Bass liefert bereits genug Tiefton |
| Mittlerer bis großer Raum, ausgewogenes Programm | Neutral |
| Großer Raum oder Freiluft, Musik stark rhythmusbetont | + (plus) |
Kanalstruktur – Empfehlungen für den X32
| Quelle | Empfehlung |
|---|---|
| Yamaha Genos / SX920 | Stereo-Eingang (Kanal-Paar), Line-Pegel, Gain ca. +10 dB, HPF 50 Hz, Low-Mid bei 250 Hz ca. -3 dB |
| Gitarre 1 + 2 | HPF 80–100 Hz, Low-Mid -2 bis -4 dB, Presence leicht anheben – Gitarren müssen mit dem Keyboard koexistieren |
| Gesang 1–3 | HPF 100 Hz, Mid-Boost 2–3 kHz, Kompressor und Gate – Stimmen müssen sich gegen die Begleitung durchsetzen |
Praxistipps für diese Besetzung
- Keyboard-Pegel als Leitgröße: Die MIDI-Files des Genos/SX920 sind bereits fertig produziert und pegelstark – das Keyboard bestimmt maßgeblich den Gesamtklang. Alle anderen Quellen daran ausrichten.
- MIDI-Bass kontrollieren: MIDI-Arrangements enthalten oft einen Basskanal mit vollem Tiefton – zusammen mit dem B2 kann das schnell zu viel werden. Keyboard-Kanal bei 80–150 Hz kürzen.
- Gitarren von Keyboard trennen: Gitarren im Bereich 500 Hz – 2 kHz formen, Keyboard-Sound dort leicht zurücknehmen – so behalten beide Instrumente ihren Platz im Mix.
- Gesang hat immer Vorrang: Im Zweifel Begleitung leiser statt Gesang lauter – das reduziert Feedbackgefahr und verbessert die Verständlichkeit.
- Soundcheck ohne MIDI-Files beginnen: Erst Gesang und Gitarren einpegeln, dann das Keyboard mit laufendem MIDI-File dazunehmen und Summen-EQ anpassen.
- Stereo-Bild nutzen: Genos/SX920 stereo einspeisen, Gitarren leicht links und rechts verteilen – das schafft Raum und reduziert Frequenzkonflikte in der Mitte.
Gitarren-Einstellungen – Behringer X32 mit Mooer GTRS und Line6 HX Stomp
Besonderheiten dieser Signalquellen
Beide Gitarristen verwenden Amp-Modeler mit Cabinet-Simulation (IR). Das Signal kommt bereits als fertig geformter "Amp-Sound" am X32 an – kein Mikrofonierter Verstärker, kein Rohsignal. Das Bose L1 System II ist als FRFR-System (Full Range Flat Response) ideal für diese Art von Signalen.
| Gerät | Ausgang | Signalart |
|---|---|---|
| Mooer GTRS | XLR oder Klinke (je nach Modell) | Modeled Amp + Cab-IR, Line-Pegel oder Instrumentenpegel |
| Line6 HX Stomp | XLR (symmetrisch empfohlen) | Modeled Amp + Cab-IR, Line-Pegel |
Gain-Einstellung am X32
| Gerät | Gain | Hinweis |
|---|---|---|
| Mooer GTRS | ca. +15 bis +30 dB | Abhängig vom Ausgangsformat – XLR-Ausgang liefert mehr Pegel als Klinke |
| Line6 HX Stomp | ca. +10 bis +20 dB | XLR-Ausgang liefert Line-Pegel – wenig Gain nötig |
| Ziel Kanal-Meter | Normal: -18 bis -12 dBFS, Peaks max. -6 dBFS | |
Wichtig: Keinen 48V Phantom Power aktivieren – beide Geräte sind aktive Elektronik und benötigen keine Phantomspeisung.
Kanal-EQ – Mooer GTRS (Rhythmus)
Da das GTRS bereits eine fertige Cab-Simulation liefert, ist nur eine leichte Korrektur nötig – kein Formen wie bei einem Mikrofon-Signal:
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 80–100 Hz | High-Pass | Ein | Tiefton-Anteile unterhalb der Gitarre entfernen |
| Low-Mid | 200–350 Hz | Bell, Q ~1.5 | -2 bis -3 dB | Matsch im Mix reduzieren – Rhythmusgitarre braucht hier wenig Platz |
| Mid | 1–2 kHz | Bell, Q ~1.0 | ±0 bis +2 dB | Rhythmische Präsenz und Durchsetzungsvermögen |
| High | 8–10 kHz | High-Shelf | -2 bis -3 dB | Zischeln und digitale Härte aus dem Modeler zähmen |
Kanal-EQ – Line6 HX Stomp (Rhythmus & Lead)
Der HX Stomp liefert ein sehr präzises, gut geformtes Signal. Im Lead-Betrieb muss die Gitarre zusätzlich aus dem Mix hervortreten – am besten per Szene oder Snapshot im HX Stomp geregelt, nicht über den X32-Fader:
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 80–100 Hz | High-Pass | Ein | Tiefton-Anteile unterhalb der Gitarre entfernen |
| Low-Mid | 250–400 Hz | Bell, Q ~1.5 | -2 bis -4 dB | Frequenzkonflikt mit Keyboard und Rhythmusgitarre vermeiden |
| Mid | 1,5–2,5 kHz | Bell, Q ~1.0 | +1 bis +3 dB | Lead-Gitarre setzt sich durch – typischer "Lead-Boost"-Bereich |
| Presence | 4–6 kHz | Bell, Q ~1.5 | ±0 bis +2 dB | Klarheit und Brillanz für Lead-Linien |
| High | 8–10 kHz | High-Shelf | -1 bis -2 dB | HX Stomp ist sehr detailreich – dezent zähmen |
Stereo-Panorama – Empfehlung
| Quelle | Pan | Begründung |
|---|---|---|
| Mooer GTRS (Rhythmus) | L 30–40 % | Schafft Raum, trennt sich vom HX Stomp |
| Line6 HX Stomp | R 30–40 % (oder Stereo-Paar) | HX Stomp kann stereo ausgegeben werden – dann als Kanal-Paar einbinden |
| Keyboard Genos / SX920 | Stereo (Mitte) | MIDI-Arrangements füllen die Mitte – Gitarren haben links/rechts Platz |
| Gesang | Mitte (Mono) | Gesang immer zentriert für optimale Sprachverständlichkeit |
Praxistipps
- IR-Cab-Simulation überprüfen: Sicherstellen, dass sowohl GTRS als auch HX Stomp die Cabinet-Simulation aktiviert haben – ohne IR klingt das Signal dünn und unnatürlich über das FRFR-System.
- Output-Level am HX Stomp: Den Ausgangsregler am HX Stomp so einstellen, dass Rhythm- und Lead-Sound annähernd gleich laut ankommen – Lautstärkeunterschiede zwischen Szenen im HX Stomp regeln, nicht am X32.
- Mooer GTRS Wireless: Darauf achten, dass das interne Wireless-System des GTRS nicht auf derselben Frequenz wie das Sennheiser EW 500 arbeitet – Frequenzkoordination vor dem Auftritt durchführen.
- Weniger ist mehr: Da beide Geräte bereits hervorragend klingende Modeler-Signale liefern, sollte der X32-EQ nur korrigieren, nicht neu formen.
- Frequenzkonflikt mit MIDI-Bass: Der MIDI-Bass des Keyboards belegt 60–150 Hz – Gitarren konsequent mit HPF und Low-Mid-Cut aus diesem Bereich heraushalten.
Mooer GTRS – Anschluss und Einstellungen am Behringer X32
Signalweg
Die Mooer GTRS hat das komplette Modeling (Amp, Cabinet-IR, Effekte) direkt in der Gitarre eingebaut. Der einzige Ausgang ist eine 6,35-mm-Klinkenbuchse. Das Signal kommt bereits fertig bearbeitet heraus – vergleichbar mit dem HX Stomp.
Anschluss an den Behringer X32
| Methode | Empfehlung | Hinweis |
|---|---|---|
| Klinke → XLR-Adapter (passiv) | Notlösung | Funktioniert, aber unsymmetrisches Signal – Brummschleifen möglich |
| Aktive DI-Box (z. B. Radial J48, BSS AR-133) | Empfohlen | Symmetriert das Signal, verhindert Brummschleifen, optimaler Pegel |
| Passive DI-Box (z. B. Radial ProDI) | Gut geeignet | Einfach und robust – bei Line-Pegel-Ausgang des GTRS ausreichend |
Wichtig: Bei Verwendung einer aktiven DI-Box am X32 48V Phantom Power aktivieren. Bei passiver DI-Box oder Adapter kein Phantom Power – die Gitarre könnte beschädigt werden.
Gain-Einstellung am X32
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Gain | ca. +20 bis +35 dB – Klinkenausgang des GTRS liegt je nach Modell zwischen Instrument- und Line-Pegel |
| Ziel Kanal-Meter | Normal: -18 bis -12 dBFS, Peaks max. -6 dBFS |
Kanal-EQ am X32
Da Amp- und Cabinet-Modeling vollständig in der Gitarre verarbeitet werden, ist der X32-EQ nur für leichte Korrekturen im Mix zuständig:
| Band | Frequenz | Typ | Einstellung | Zwec k |
|---|---|---|---|---|
| HPF | 80–100 Hz | High-Pass | Ein | Tiefton-Anteile unterhalb der Gitarre entfernen |
| Low-Mid | 200–350 Hz | Bell, Q ~1.5 | -2 bis -3 dB | Matsch im Mix reduzieren, Platz für Keyboard und Bass lassen |
| Mid | 1–2 kHz | Bell, Q ~1.0 | ±0 bis +2 dB | Rhythmische Präsenz und Durchsetzungsvermögen |
| High | 8–10 kHz | High-Shelf | -2 bis -3 dB | Digitale Härte aus dem eingebauten Modeler zähmen |
Praxistipps
- Ausgangspegel am GTRS prüfen: Viele Modeling-Gitarren haben im Menü einen einstellbaren Ausgangspegel – diesen so einstellen, dass am X32 ein vernünftiger Arbeitspegel ohne übermäßigen Gain erreicht wird.
- Kabelqualität beachten: Da das Signal unsymmetrisch über Klinke läuft, hochwertiges, abgeschirmtes Kabel verwenden und Kabellänge möglichst kurz halten – oder DI-Box direkt bei der Gitarre platzieren.
- Brummen diagnostizieren: Falls Brummschleifen auftreten, DI-Box mit Ground-Lift-Schalter verwenden und diesen aktivieren.
- Kein Phantom Power ohne aktive DI: Niemals 48V am X32-Kanal aktivieren, wenn die Gitarre direkt per Adapter (ohne DI-Box) angeschlossen ist.
Kontaktdaten
D' Zechpreller - Die Band
93149 Nittenau
Deutschland
info@zechpreller-dieband.de